Die Implikation, wer nicht glaubt, dass transidentifierende Männer Frauen sind, gehöre zur selben Gruppe von Menschen, die Grabschändungen begehen, macht mich jetzt wirklich sauer!
Grabschändungen sind grundsätzlich verwerflich, egal von wem sie begangen werden oder gegen wen sie sich richten.
Ella Nik Bayan war vor Verfolgung und Gewalt des Terrorstaats Iran nach Deutschland geflohen. Dass Ella Deutschland nicht als den erhofften sicheren Hafen erleben konnte und die Verzweiflung in diesem furchtbaren Suizid mündete ist unendlich traurig.
Der konkrete Anlass für die Selbsttötung ist nicht bekannt, aber das Leiden, das so einer Tat vorausgeht, muss immens gewesen sein.
Diesen schrecklichen Tod immer wieder zu benutzen, um Kritik am SBGG oder am Anspruch transidentifizierender Männer auf Zugang zu Frauenräumen als ursächlich für Gewalt gegen oder Suizide von transidentifizierenden Menschen darzustellen, ist perfide.
Auf den Slogan "Kill all TERFs" zu reagieren, indem auf die Schändung des Grabes von Ella Nik Bayan hingewiesen wird - Implikation: "Schaut was ihr (zumindest eure Seite) tut", ist wirklich unverschämt.
Sie wissen sehr genau, dass die Weltanschauung fundamentalistischer gewaltbereiter "Christen" mit der von Radikalfeministinnen nichts, aber auch gar nichts gemeinsam hat.
Schilder mit "Kill all TERFs" oder "Decapitate TERFs" werden ganz öffentlich und stolz auf CSDs bzw. Pride Events präsentiert. Die Veranstalter wie auch die anderen Demonstrierenden nehmen diese Schilder zumindest hin. Damit machen sie sich mit diesen Forderungen gemein.
Die Trans- und, Queercommunity als Ganzes ist direkt dafür verantwortlich, dass diese Schilder gezeigt werden dürfen.
Und das ist der Unterschied!
Definierst du "transphobe Positionen" ähnlich kreativ wie "Geschlecht" und "Frau"?
Nach dem Motto "transphob ist das, was Luci das Mäuschen für 'transphob' erklärt"?
Der homo- und frauenfeindliche Trans-Aktivismus war schon immer sehr stark in Projektion und ganz, ganz schwach in Selbstreflexion.
Ach nee...
Darauf bin ich jetzt überhaupt nicht gekommen.
Ich glaube allerdings, dass es unmöglich ist, sein Leben dauerhaft glücklich oder auch nur wirklich zufrieden zu leben, wenn man die Realität verleugnet.
Das Geschlecht nach biologischer Definition ist Teil dieser Realität, der niemand entkommen kann. Wer nicht daran arbeitet, sich in seiner Gesamtheit zu akzeptieren – einschließlich des eigenen physischen Geschlechts –, befindet sich auf einem Weg des perpetuierenden Leidens. Dieses Leiden manifestiert sich mal schwächer, mal stärker und generiert zwangsläufig Abwehrmechanismen.
Projektion ist ein solcher Abwehrmechanismus, Regression ein anderer.
"Ich glaube allerdings, dass es unmöglich ist, sein Leben dauerhaft glücklich oder auch nur wirklich zufrieden zu leben, wenn man die Realität verleugnet.
Das Geschlecht nach biologischer Definition ist Teil dieser Realität, der niemand entkommen kann. Wer nicht daran arbeitet, sich in seiner Gesamtheit zu akzeptieren – einschließlich des eigenen physischen Geschlechts –, befindet sich auf einem Weg des perpetuierenden Leidens."
Das ist Ihr Hauptgedanke.
Die "Realität (zu) verleugnen" bedeutet genau was, besonders bei trans Menschen?